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BILDARCHIV
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Lionheart 1984 - Die letzte britische Großübung mit Volltruppe in Norddeutschland Die Reforger-Übung 1984 fand unter der Leitung der 1 (UK) Corps zwischen dem 3. September und 5. Oktober 1984 statt. Der Übungsraum erstreckte sich von der belgischen Nordseeküste mit den Häfen Zeebrügge und Ostende bis in die deutschen Landkreise Hildesheim und Göttingen. Die Übung begann am 3. September mit der Verlegung von Streitkräften von der britischen Insel auf das europäische Festland. Dieser Übungsteil, der unter der Bezeichnung "Full Flow" stattfand, sah die Verstärkung der Truppen der Britischen Rheinarmee (BAOR) mit 17.000 regulären Heeressoldaten, 39.500 Reservisten und Angehörigen der Territoral-Streitkräfte (TA) sowie 1.200 Luftwaffen-Soldaten vor. Die Aufgabe der "British Support Forces" des "British Rear Support Command" bestand aber nicht nur in dem Transport der Soldaten und Ausrüstungen in den Übungsraum im östlichen Niedersachsen, sondern beinhaltete auch den Aufbau und das Halten von Kommunikationsstrukturen, die Durchführung von Luftoperationen sowie die Evakuierung und Rückführung von Verwundeten aus dem Übungsgebiet in rückwärtige Räume. Übungsbestandteil von "Full Flow" waren u.a. Flussübergänge am Niederrhein zwischen dem 16. und 19. September.
Das Übungsgeschehen im Überblick
Britische Verstärkungen werden per Fähre angelandet
Orange Truppen auf dem Marsch in Richtung Westen
Lightweight Land Rover der niederländischenSchiedsrichter-Truppe
Orange Panzerverbände mit niederländischen Leopard 2 und amerikanischen Abrams
M1
Kleine Geländehindernisse werden von den Orangen mit Panzerschnellbrücken
überwunden
Abrams rückt vor
Panzeroperationen im Mittelgebirge
Angreifer-Artillerie mit M109 Panzerhaubitze und Mun-Transporter
Die Blauen kommen
Panzerabwehrhubschrauber des Army Aviation Corps
Frühe Ausführung des IFV Warrior
Britischer Chieftain nimmt Geländehindernis
Beobachtungspanzer der Bundeswehr Die freilaufende Gefechtsübung "Spearpoint" fand zwischen dem 17. und 24. September in Ostwestfalen und im südlichen Niedersachsen statt. Das Übungsszenario sah vor, dass feindliche Kräfte die deutsch-deutsche Grenze zwischen Braunschweig und Duderstadt überschritten haben und in Richtung auf die Weser vordringen. Die Übungstruppe Orange bildeten die 1. deutsche Panzerdivision (HQ), die Panzergrenadierbrigade 1 mit den Panzergrenadierbataillonen 11, 12 und 13 sowie dem 14. Panzerbataillon, der 41. niederländischen Panzerbrigade und der 1. US-Panzerbrigade. Für Luftlandeoperationen stand die 5. britische Airborne Brigade zur Verfügung. Auf der Seite der NATO-Verteidiger stellten sich ihnen unter der Leitung des 1 (UK) Corps die blauen Truppen der 3. britischen Panzerdivison (Armd Div) mit der 4 Panzerbrigade sowie der 19. und 24. britischen Infanteriebrigade im südlichen Übungsraum und der 4. britischen Panzerdivision mit der 11., 20. und 33. Panzerbrigade im nördlichen Übungsraum entgegen. Darüber hinaus waren die 2. britische Infanteriedivision mit der 15. und 49. Infanteriebrigade und der 53. deutschen Heimatschutzbrigade sowie der 6. Airmobile Brigade (UK) in das Übungsgeschehen eingebunden. Leitungs- und Schiedsrichterdienste führte die 1 (UK) Armd Div durch. Offiziell sollen laut einer britischen Militärpublikation mehr als 130.000 Soldaten an der Übung beteiligt gewesen sein. Sie waren mit 12.800 Rad- und 2.375 Kettenfahrzeugen und 480 Kampfpanzern im Übungsraum unterwegs. Die Übung soll 14 Millionen britische Pfund gekostet haben. Das "Ex Lionheart 84" gilt als die größte britische Truppenverlegung zwischen dem Ende des zweiten Weltkriegs und dem Einsatz im Rahmen des Golfkriegs.
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