Jagdpanzer IV L/70 (SdKfz 162) (WH)

(schu) - Speziell für die Panzerjägertruppe entwickelte Vomag (Plauen in Sachsen) 1943 aus den Sturmgeschützen III und IV 1943 den Jagdpanzer IV. Unter der Bezeichnung "Panzerjäger 39" kam er Ende 1943 zur Truppe.

Der Jagdpanzer IV verkörperte zahlreiche Erfahrungen, die mit den Sturmgeschützen gewonnen worden waren:

  • niedriger Aufbau mit allseitig geschossabweisenden Flächen, starker Frontalpanzerschutz (ursprünglich 80 mm) und die blendengeschützte, leistungsstarke 7,5 cm Pak 39 L/48,

  • abgeschrägter Aufbau, der über die gesamte Breite des Laufwerkes ragte und damit zusätzlichen Stauraum für die Munition schaffte.

Die ursprünglich 80 mm starke Bugpanzerung verursachte jedoch starke Kopflastigkeit. Diese verstärkte sich erheblich, als Ende 1944 die 7,5 cm StuK 42 mit einer Kaliberlänge 70 eingebaut wurde (Panzerjäger IV L/70). Um die fahrtechnisch ungünstige Kopflastigkeit, die dem Jagdpanzer auch den Spitznamen "Guderian Ente" einbrachte, abzubauen, verringerte man die Frontalpanzerung auf 60 mm.

Die "Guderian Ente" (oben) und ihr Ende an der 
Ostfront (unten)

Vom Jagdpanzer IV mit 75mm L/70 Geschütz gingen zwei Varianten in Produktion: der Jagdpanzer IV/70 (V) (Sd.Kfz.162/1) und der Jagdpanzer IV/70 (A) (Sd.Kfz.162/1). Gebräuchlich waren auch die Alternativbezeichnungen Panzer IV/70(V) für das von Vomag gebaute und Panzer IV/70(A) für das von Alkett hergestellte Fahrzeug. Zwischen August 1944 und März/April 1945 wurden mehr als 900 Panzer IV/70(V) und von August 1944 bis März 1945 rund 278 Panzer IV/70(A) hergestellt.

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Jagdpanzer IV/70(V)
in der Sammlung des Patton Museums in Ft. Knox

Die Jagdpanzer IV wurden ab März 1944 in den Panzerjäger-Abteilungen der Panzer- und Panzergrenadier-Divisionen eingesetzt. Erste Kampfeinsätze erfolgten mit der Divison Hermann Göring in Italien. Es folgten Einsätze im Rahmen der 4. und 5. Panzer-Division an der Ostfront. Im Juni 1944 standen 62 Jagdpanzer IV bei der Panzer-Lehr-Division, 9. Panzer-Division und 12. SS Panzer-Division "Hitlerjugend" in Verwendung. Die ersten Jagdpanzer IV/70(V) kamen im August 1944 zur 105. und 106. Panzerbrigade an die Westfront. Die Mehrzahl der Jagdpanzer IV/70(V) nahm an der Ardennen-Offensive teil. Die Jagdpanzer IV/70(A) gingen hingegen ab September 1944 vornehmlich als Kampfpanzer- oder Sturmgeschützersatz an die Panzer-Abteilungen der Ostfront.

Nach Kriegsende gelangten 6 Jagdpanzer IV (L/48 und L/70) nach Syrien.

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Jagdpanzer IV/70
als Resin-Modell in 1/87 von H&K87

Im Maßstab 1/87 steht der Jagdpanzer IV/70 als Resin-Komplettbausatz des französischen Kleinserienherstellers H&K87 zur Verfügung. Der Bausatz wurde von H&K in der bekannt guten Qualität gefertigt. Der Zusammenbau setzt auf Seiten des Modellbauers aber einige Erfahrungen im Umfang mit Gießharz voraus.

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